Ausstellung zu Entwicklung, Behinderung und Menschenrechten
Köln. – Das Allerweltshaus in Köln lädt ein: am 28.Mai 2009 um 19 Uhr wird die Ausstellung „Entwicklung ist für alle da! Menschenrechte für Menschen mit Behinderung umsetzen – inklusive Entwicklung gestalten“ eröffnet. Nach einem kurzen Eröffnungsvortrag werden die Kölner Initiativen DESWOS und Tafungua Projekte vorstellen, die Menschen mit Behinderung in Entwicklungsländern unterstützen. Eingeladen zur Eröffnungsveranstaltung sind alle Interessierten.
Die Ausstellung wird dann bis zum 25. Juni im Allerweltshaus zu sehen sein, das täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet ist.
Am 26. März 2009 ist in Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in Kraft getreten. Mit der von den Vereinten Nationen im September 2000 verabschiedeten Millenniumserklärung und den darin enthaltenen acht Millenniums-Entwicklungszielen sind Rahmenbedingungen geschaffen, die die Chance eröffnen, Menschen mit Behinderung in Entwicklungsländern gleichberechtigt am Entwicklungsprozess zu beteiligen und damit ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.
80 % der Menschen mit Behinderung leben in Entwicklungsländern und sind von Armut in besonderem Maße betroffen. Nach UN-Schätzungen leben 82 % von ihnen unterhalb der Armutsgrenze und bilden ein Fünftel der Menschen, die von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben.
Daher ist die Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele für sie von besonderer Relevanz und erfordert eine gleichberechtigte Berücksichtigung. Mit der Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen sind die rechtlichen Grundlagen geschaffen, die eine inklusive Berücksichtigung bei allen entwicklungspolitischen Projekten und Programmen verbindlich macht.
Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf Entwicklung und selbstbestimmte Beteiligung. Wie dieses konkret umgesetzt werden kann, zeigen bezev und Handicap International mit dieser neuen Ausstellung.
Die Ausstellung und begleitende Eröffnungsveranstaltung ist ein Beitrag zur VENRO-Kampagne „Deine Stimme gegen Armut“ und weist gleichzeitig auf die notwendige Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung bei den internationalen Bemühungen zur Bekämpfung der Armut hin.

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