terre des hommes baut Stiftungsfonds „Hilfe für traumatisierte Kinder“ auf
Osnabrück. – Traumatisierte Kinder brauchen Hilfe – nach Naturkatastrophen wie dem Erdbeben auf Haiti oder dem Tsunami 2004, als Opfer von Krieg und Gewalt, sexuellem Missbrauch oder anderen Formen der Ausbeutung. Um Projekte zur Rehabilitation traumatisierter Kinder langfristig zu sichern, hat die Gemeinschaftsstiftung terre des hommes einen Stiftungsfonds aufgelegt, der bis Ende 2010 auf eine Million Euro anwachsen soll. Bislang konnten bereits 260.000 Euro Stiftungskapital eingeworben werden.
„Wir wollen den Stiftungsfonds Hilfe für traumatisierte Kinder mit einer Million Euro auflegen, weil ab dieser Summe die Erträge hoch genug sind, um damit zusätzliche Projekte zu unterstützen“, erklärte Jürgen Diethold, Vorsitzender des Stiftungsrates der terre des hommes-Gemeinschaftsstiftung.
terre des hommes fördert derzeit rund 30 Projekte zur Traumahilfe. So werden in der vom Tsunami betroffenen indonesischen Region Aceh Kinder mit der sogenannten EMDR-Methode therapiert. Diese Kurzzeittherapie hilft ihnen, das Erlebte zu verarbeiten. In Guatemala erhalten verfolgte und entwurzelte indigene Kinder und ihre Familien Unterstützung, indem ihre kulturelle Identität neu belebt wird. In der traumatherapeutischen Behandlung werden unterschiedlichste methodische Ansätze der psychosozialen Betreuung angewandt. Das Spektrum reicht von Kunsttherapie bis zu Ansätzen der Erinnerungsarbeit.
„Traumatisierte Kinder haben Sicherheit und Geborgenheit durch schreckliche Erlebnisse verloren. Viele von ihnen werden depressiv, sind suizidgefährdet oder reagieren gewalttätig. Der Allgemeinzustand der Kinder verschlechtert sich erheblich. Wir wollen ein geschütztes Umfeld schaffen, in dem traumatisierte Kinder über ihre Erfahrungen sprechen und diese in die eigene Erinnerung einbetten können. Denn diese Kinder sollen die Chance auf einen Neuanfang haben. Sie sollen zurück ins Leben gehen können“, betonte Danuta Sacher, Geschäftsführerin von terre des hommes.

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