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ÖNZ begrüßt Rebellen-Rückzug im Kongo

Berlin. – Das Ökumenische Netz Zentralafrika (ÖNZ), dem auch die Vereinte Evangelische Mission (VEM) angehört, begrüßt den Rückzug der M23-Rebellen aus dem ostkongolesischen Goma und die Verhandlungsbereitschaft der Regierung. Nach Verhandlungen hat sich die Rebellengruppe M23 in den vergangenen Tagen wieder aus Goma zurückgezogen, das sie am 20. November erst erobert hatte.

Wichtig sei, dass die aktuellen Verhandlungen von Regierung und Rebellen ernsthaft genutzt würden, um eine politische Lösung des Konfliktes herbeizuführen und erneute Kampfhandlungen zu verhindern, so das ÖNZ. Die vermittelnden Organisationen Afrikanische Union (AU) und die Regionalkonferenz der Staaten um die Großen Seen (ICGLR) müssten verstärkt auf solide, tragfähige Lösungen hinwirken. Die Nachbarstaaten müssten ihre Anteile an der Destabilisierung im Osten der DR Kongo und die Unterstützung von Rebellenorganisationen nachweisbar unterbinden.

Die kongolesische Regierung müsse endlich und umgehend eine umfassende Reform der Sicherheitsapparate und der Justiz angehen, um die Armee-und Polizeikräfte unter Kontrolle bringen, weitere Übergriffe auf die Bevölkerung, wie sexuelle Gewalt und Plünderungen, auch in ihren Reihen zu unterbinden, und statt dessen der Bevölkerung wirksamen Schutz vor Milizen zu gewähren.

Außerdem müsse das Mandat von MONUSCO geändert werden. „Die kongolesische Regierung und die nationale Armee FARDC haben dabei versagt, Sicherheit für die Bewohner von Goma zu garantieren. Die UN-Blauhelm-Mission MONUSCO ist mit ihrem Mandat an die kongolesische Regierung gebunden. Der UN-Sicherheitsrat muss sich fragen, ob es ausreichend ist, Blauhelmtruppen an eine Regierung zu binden, die nicht in der Lage oder willens ist, die Bevölkerung vor Milizen zu schützen. Das Mandat der MONUSCO muss dringend erweitert werden, um die Sicherheit der Bevölkerung vor militärischer Gewalt zu gewährleisten“, fordert Dr. Ilona Auer-Frege, Koordinatorin des ÖNZ.

Bei den Kämpfen waren Hunderte von Soldaten und Zivilisten ums Leben gekommen, Hunderttausende Vertriebene mussten erneut fliehen. Vor allem beim Abzug der Regierungsarmee war es zu Plünderungen und Übergriffen gekommen. Die Bedürftigen befinden sich teils in für Hilfsorganisationen nur schwer zugänglichen Waldgebieten.

Das ÖNZ ist ein Netzwerk christlicher Hilfswerke in Deutschland für Frieden und Menschenrechte in Ruanda, Burundi und der DR Kongo. Mitglieder des ÖNZ sind neben der VEM Misereor, Brot für die Welt, Pax Christi und Diakonie Menschenrechte.

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