GIGA Forum: Soziale Medien in politischen Umbruchprozessen in Asien, Nahost und Lateinamerika
Am Mittwoch, 23. Januar 2013, findet in Hamburg eine Veranstaltung im Rahmen des GIGA Forums zu “Soziale Medien in politischen Umbruchprozessen in Asien, Nahost und Lateinamerika” statt, zu der wir Sie herzlich einladen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Referent(inn)en: Maria Bondes (GIGA), Prof. Dr. Thomas Demmelhuber (Universität Hildesheim), Dr. Bert Hoffmann (GIGA)
Moderation: Dr. Margot Schüller (GIGA)
Termin: Mittwoch, 23. Januar 2013, 18:00-19:30 Uhr
Ort: GIGA, Neuer Jungfernstieg 21, 20354 Hamburg, Raum 519
Die staatliche Kontrolle über traditionelle Medien verhindert oft die Verbreitung wichtiger Informationen in politischen Umbruchprozessen. Dagegen wird den sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder YouTube nachgesagt, schnell auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren und damit alternative Kommunikationswege in autoritären Systemen zu bieten. Die Mobilisierung von Demonstrationen während des Arabischen Frühlings hat gezeigt, dass soziale Medien diese Funktion übernehmen können. Andererseits besteht die Gefahr, dass sie auch von Regierungen zum Zwecke der eigenen Herrschaftslegitimation instrumentalisiert werden.
Die Veranstaltung fokussiert auf die Frage, welche Rolle soziale Medien in Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten spielen. Die Referent(inn)en stellen anhand verschiedener Länderstudien ihre Forschungsergebnisse dazu vor.
Maria Bondes ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am GIGA Institut für Asien-Studien und Doktorandin im Fachbereich Sinologie an der Universität Hamburg. Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit beschäftigt sie sich mit sozialen Bewegungen, sozialem Aktivismus und zivilgesellschaftlichen Entwicklungen in China, vor allem im Bereich Umweltpolitik. Sie untersucht die Bedeutung des Internets und vor allem sozialer Medien für sozialen Aktivismus und Protest in China.
Thomas Demmelhuber ist Juniorprofessor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politik und Internet an der Stiftung Universität Hildesheim. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Studien politischer Veränderungsprozesse im Nahen Osten, insbesondere in Ägypten und den arabischen Golfmonarchien. Er untersucht, welche Bedeutung neuen Medien einerseits als Legitimationsstrategie autoritärer Regime und andererseits beim Zusammenbruch autoritärer Herrschaft zukommt.
Bert Hoffmann ist Politikwissenschaftler und amtierender Direktor des GIGA Institut für Lateinamerika-Studien. Er hat über „The Politics of the Internet in Third World Development“ promoviert. Seine aktu-elle Forschung befasst sich insbesondere mit Nutzung und Wirkung der digitalen Medien in Kuba.
Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage www.giga-hamburg.de


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